Qualifying
Nachdem durch starke Regenfälle das freie Training sprichwörtlich ins Wasser fiel startete das Rennwochenende direkt mit dem Zeittraining.
Für Gerd Beisel waren die beiden Sessions jeweils nach 3 Runden beendet. In der Folge der Reparatur des Crashs von Most waren die Ölverbindungen am Motor nicht dicht - der Nissan V6 verlor erst Öl und dann auch einige wesentliche Innereien. Das Resultat Startplatz 2 und Startplatz 8 für die beiden Rennläufe und eine lange Nacht für die engagierte Mechanikertruppe um den RWT-Teamchef.
Gerhard Münch dagegen war nach den hervorragenden Ergebnissen von Most bereits im Zeitraining bestens aufgelegt. Jeweils 2. Startplatz in der Division 2 und im Gesamtfeld im vorderen Drittel untermauern dies eindrucksvoll.
Rennen 1
Völlig ungewohnt verlor Beisel am Start Plätze - erst in der zweiten Runde kam er so richtig in Schwung und ging auf Platz 2. Die Meisterschaftskonkurrentin Hungerbühler hatte bis dahin einen kleinen Vorsprung herausfahren können. Mit Fabelzeiten, darunter eine für Dijon unglaubliche 1:14,9, konnte der Norma-Nissan Pilot zur Rennmitte auf die PRC-Pilotin Hungerbühler aufschließen und in der 8. Runde die Führung übernehmen. Bis zur vorletzten Runde hatte nun Beisel seinerseits einen kleinen Vorsprung. Kurzfristig schwächelnde Reifen, Überrundungsmanöver und ein nicht optimaler Benzindruck eröffneten der Schweizerin nochmals die Chance auf einen Angriff. Mit mehr Schwung den Berg die Zielgerade herauf kommend setzte sich Hungerbühler eingangs der letzten Runde wieder an die Spitze des Feldes. Sie gewann den Lauf knapp vor Gerd Beisel,mit einem deutlichen Abstand komplettierte Jürgen Güllert mit seinem Radical V8 das Podest.
Gerhard Münch hatte direkt am Start die Spitze in der Light-Klasse übernommen und lieferte sich über die komplette Renndistanz ein spannendes Duell mit dem Norma-Markenkollegen Rüffer. Am Ende hatte Rüffer die Nase knapp vorn und gewann die Division 2 Wertung vor dem RWT-Fahrer Münch und dem Schweizer Felix Geiser auf PRC-Honda. Die schnellste Rennrunde der Division 2 ging mit 1:18.5 an den RWT-Fahrer Münch auf Norma-Honda.
Rennen 2
Ursprünglich sollte sich der Lauf für den Titelaspiranten Gerd Beisel von Startpaltz 8 aus schwierig gestalten. Einige Mitbewerber erschienen nicht zeitgerecht zum Vorstart und mussten das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen. So wurde es etwas leichter. Gerd Beisel ging bereits in der ersten Kurve auf Platz 2 und übernahm in der 2. Runde die Führung des Gesamtfeldes. In der 7. Runde sicherte er sich die Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde. Bis zur Zielflagge hatte er einen deutlichen Vorsprung und gewann den Lauf vor Güllert und Hungerbühler.
Für Gerhard Münch war das 2. Rennen eine Wiederholung des Rennens vom Vormittag. Wieder kämpfte er mit Rüffer um den Klassensieg, wieder hatte Rüffer am Ende die Nase knapp vorn - diesmal lediglich um 5/100 Sekunden.