Für das RWT-Team stand in Hockenheim die Premiere des brandneuen PRC-Nissan auf dem Programm. Gerd Beisel übernahm erst vergangene Woche sein neues Einsatzfahrzeug. Ein erster Roll-Out in Hockenheim verlief zwar sehr zufrieden stellend, Rückschlüsse auf die Rennperfomance waren aber noch nicht möglich.
Die freien Trainingszeiten am Freitagvormittag sollten etwas mehr Aufschluss bringen. Diese konnten aber durch Regen, die leidige Hockenheim typische Lärmproblematik und durch ein Ölleck nicht im notwendigen Maße genutzt werden.
Qualifying
Um so überraschender stellte Gerd den PRC-Nissan auf die Pole-Position. Münch hatte sich in der Übersetzungskiste vergriffen, dennoch Startplatz 3 in der Klasse bis 2 Liter Hubraum. Haberkorn verzichtete notgedrungen auf das Zeittraining, er setzte seinen Norma M 20 bereits im freien Training rücklings in die Leitplanke. Mit viel Engagement konnte der Schaden bis zum 1. Rennen am nächsten Vormittag behoben werden, das er aus der letzten Startreihe aufnehmen musste.
1. Rennen
Die Zahl 7 gilt allgemein als Glückszahl. Daran glaubt auch Gerd Beisel und startet bekanntlich unter dieser Nummer. Die Rennläufe dieses Wochenendes fanden alle am 07.07.07 statt. Die Zeichen standen unverkennbar auf Sieg. Aberglaube hin oder her, Gerd lies an seinem Laufsieg keine Zweifel aufkommen und fuhr kontrolliert an der Spitze des Feldes bis zur Zielflagge.
Haberkorn hatte es da schon etwas schwerer. Schnell machte er Runde um Runde Plätze gut, bis er auf das Kampftrio Schultis, Wolfert und Münch aufschloss. Die kämpften hartnäckig um Platz 2 in der kleinen Division. Haberkorn benötigte einige Runden um sich von diesem Trio etwas abzusetzten und wurde mit Rang 2 belohnt.
Münch kämpfte die volle Renndistanz in der genannten Gruppe und kam knapp hinter Schultis auf Rang 4 durch das Ziel.
2. Rennen
Auch im 2. Rennen am Nachmittag bestimmte Beisel das Geschehen an der Spitze des Feldes. Ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg machte den Renntag perfekt.
Haberkorn hatte diesmal nicht das Handicap der letzten Startreihe. Der Zieleinlauf des 1. Rennens bestimmte die Startaufstellung. Das Saisonduell Matzinger - Haberkorn ging in eine erneute Runde. Zweimal kam der RWT-Pilot auch an dem Österreicher vorbei, der aber jeweils wieder kontern konnte - Yvan fuhr zwar die schnellste Rennrunde, im Zieleinlauf musste er sich mit dem 2. Platz zufrieden geben.
Münch setzte sich in der Verfolgergruppe durch und vervollständigte mit Platz 3 die RWT-Pokalausbeute.
AvD 100 Meilen
Nach dem nicht ganz geglückten Auftakt in Brünn sollte der zweite Anlauf von RWT-Racing bei den 100 Meilen Rennen unbedingt besser gelingen.
Die Fahrerkombination Yvan Haberkorn und Gerd Beisel begnügte sich im Zeittraining mit Platz 2. Startfahrer Yvan hatte sich diesmal etwas mehr Geduld vorgenommen. Trotz Zurückhaltung übernahm Haberkorn bereits in der 4. Runde die Führung. Nach 25 Runden und 42 Rennminuten übergab er den Norma M 20-07 evo mit 50 Sekunden Vorsprung an Gerd Beisel. Dieser baute den Vorsprung kontinuierlich bis auf 1.30 Minuten aus und wurde nach der Zieldurchfahrt und weiteren 17 Runden in der Boxengasse vom Team mit einer Sektdusche empfangen.