Meisterschaftsituation vor den Finalläufen
Wie es sich für eine spannende Meisterschaft gehört werden die Titel erst zum Saisonfinale vergeben.
Gerd Beisel hat in der Divisionswertung einen komfortablen Vorsprung vor dem Tiroler Titelverteidiger Wolfi Payr und benötigt nur eine zählbare Zielankunft in einem der beiden Wertungsläufen. Entsprechend seine taktische Vorgabe für das Wochenende: Sicherheitslauf im 1. Rennen und wenn dann die Entscheidung gefallen ist, im 2. Rennen voll auf Angriff.
Yvan Haberkorn liegt in der Meisterschaftwertung 28 Punkte hinter Matzinger, entsprechend seine Devise: Voller Angriff - und zwar sofort !!
Gerhard Münch hat Platz 3 in der Ligths-Klasse sicher, er kann befreit auffahren.
Qualifying
Noch in der ersten Runde des Zeittrainings setzte Regen ein. Lediglich die Piloten, die direkt an der Boxenausfahrt auf die Freigabe warteten, hatten noch die Chance auf einer trockenen Strecke eine brauchbare Rundenzeit hinzulegen. Die RWT-Pitoten gehörten leider nicht dazu und hatten keine Bedingungen mehr für vordere Startplätze.
1. Rennen
Am frühen Samstagmorgen gingen die Fahrzeuge auf noch feuchter Strecke in die Startaufstellung. Die tiefen Temperaturen ließen das noch stehende Wasser auf dem RWT-Kommandostand an der Boxenmauer zu Eis gefrieren. Entprechend vorsichtig ließen alle Piloten das Rennen angehen - mit einer Ausnahme. Der Ex-Motocrosser Haberkorn setzte sich schon in der ersten Runde an die Spitze des Feldes. Keiner konnte ihm nur annähernd folgen, bereits zu Rennmitte hatte er einen beachtlichen Vorsprung, den er bis zur Zielflagge beibehielt.
Entprechend seiner taktischen Vorgabe verhielt sich Gerd Beisel, machte einige Plätze im Rennverlauf gut und brachte den PRC-Nissan auf Rang 3 ins Ziel.
Gerhard Münch startete ebenfalls verhalten. Sein Norma-Honda hat in der 2. Rennsaison immer noch keinen Kratzer abbekommen. In dieser Saison ist er der einzige Fahrer im Feld, der immer eine Zielankunft auf seinem Konto zu verzeichnen hat - und das sollte auch so bleiben. Erst als die Streckenbedingungen besser werden glänzt er mit hervorragenden Rundenzeiten und punktet mit Rang 4 wiederum.
2. Rennen
Der letzte SCC-Wertungslauf in der Saison 2007 wurde am späten Samstagnachmittag ausgetragen. Die Temperaturen waren etwas gestiegen und die Strecke trocken. Der Laufsieger vom Vormittag Haberkorn führt das Feld zum Indy-Start auf die Zielgerade. Beisel lauert in der 2. Startreihe, Münch in Reihe 4 im vorderen Mittelfeld.
Haberkorn und Beisel setzen sich am Start durch, Beisel übernimmt sodann die Führung des Feldes, dicht gefolgt von dem RWT-Franzosen. Beide können sich etwas vom Feld absetzen und ziehen einträchtig ihre Runden. Erst in der zweiten Rennhälfte kann Payr auf das Duo aufschließen. Als Payr an dem Lights von Haberkorn vorbeigeht zieht Beisel das Tempo an und fährt zum Saisonfinale noch einen Laufsieg für RWT-Racing ein. Haberkorn auf Platz 3 des Gesamtfeldes gewinnt seine Klasse. Münch auf dem zweiten RWT-Norma erreicht wiederum Rang 4.
SCC-Meisterschaft Endwertung 2007
SCC-Lights, Division 1 - Klasse bis 2 Liter:
1. Karl-Heinz Matzinger (A) 369 Punkte
2. Yvan Haberkorn (F) 362 Punkte
3. Gerhard Münch (D) 277 Punkte
SCC, Division 2 - Klasse über 2 Liter:
1. Gerd Beisel (D) 357,5 Punkte
2. Wolfgang Payr (A) 287,5 Punkte
3. Peter Kormann (D) 220 Punkte
AvD-100 Meilen
RWT-Racing setzt zum Abschluss bei dem 80-Minuten Rennen mit Pflicht-Boxenstopp einen 2. Rennwagen ein:
Neben der Kombination Haberkorn/Beisel auf dem Norma M 20F bildet Gerhard Münch mit dem spanischen Gastfahrer Alejandro Aranguren das zweite Team.
Nach dem Qualifying finden sich Beisel/Haberkorn in der 4. Startreihe und Münch/Aranguren in der 7. Startreihe wieder.
Nach dem es kurz vor Rennstart noch so ausgesehen hatte, als ob die Strecke abtrocknen könnte, verwarf einsetzender Regen die Hoffnungen auf gute Bedingungen. Startfahrer Haberkorn drehte sich gleich in der ersten Runde un musste das komplette Feld passieren lassen. Münch im zeiten Norma fuhr sichere Runden und übergab den Norma in der Sportwagenwertung der Division 2 auf Rang 2 liegend an den RWT-Gaststarter Aranguren. Haberkorn, trotz einem weiteren Dreher, schloss noch auf Münch auf und kam danach planmäßig zum Boxenstopp. Beisel übernimmt den Norma von Haberkorn und dreht sich ebenfalls in seiner ersten Runde. Aranguren gewöhnt sich ungewöhnlich schnell an die widrigen Verhältnisse und kann bis zur Zielflagge für die Kombination Münch/Aranguren den Klassensieg erkämpfen. Haberkorn/Beisel erreichen am Ende Rang 4.