Vorstart:
An der Neuausrichtung des Rennengagements von rwt-racing hatte Teamchef Gerd Beisel schon länger gearbeitet, dies begründet auch den verhaltenen Einsatz der Sportprototypen in der Saison 2011. Zum üblichen Saisonfinale in Hockenheim war es dann so weit: Die neu ins Team gekommene Corvette GT3 wurde zu den Rennläufen der DMV Touring Car Championship gemeldet. Die Corvette lief 2011 in der ADAC GT-Masters, aufgebaut und eingesetzt von Callaway Competition. Die Mannen um Ernst Woehr unterstützten auch den Einsatz in Hockenheim tatkräftig.
Gerhard Münch wollte nach der Nullrunde in Dijon und dem Startverzicht in Monza seine Saison in Hockenheim noch zu einem versöhnlichen Abschluss bringen und mit seinem Norma-Honda bei den SCC-Sprintrennen in der Division 2 vorne mitmischen.
K. H. Jost meldete nach einiger Abstinenz den Reynard Formel Ford 2000 zu den Rennläufen der FFR an.
Mit der Teilnahme an 6 Rennen an einem Tag (Samstag) hatte rwt-racing ein historisches Hoch zu verzeichnen und entsprechend war jede Menge Action geboten. Aber der Reihe nach:
DMV Touring Car Championship
Mit über 40 Rennwagen sahen die Zuschauer ein beeindruckendes Feld. Zu den etablierten Stars der Serie Aeberhard, Bender, Dechent und Co. gesellten sich weitere namhafte Starter, wie Markus Winkelhock auf einem Audi R 8 LMS. Gerd hatte sich für das Corvette Debüt demnach ordentlich Konkurrenz ausgesucht.
Für die beiden Rennläufe wurde jeweils ein Qualifying ausgetragen. Mit jeweils Gesamtrang 6 und Platz 3 in der stark besetzten GT3-Klasse legte er für die Rennen einen soliden Grundstein.
Rennen 1:
In der Startphase konnte sich Gerd in der Spitzengruppe des Feldes behaupten und machte einen Platz gut. Fortan kämpfte er mit seinem neuen Einsatzgerät, verschaffte sich etwas Luft zu den Verfolgern, konnte aber im Rennverlauf den in der GT3-Klasse zweitplatzierten Jürgen Beder nicht angreifen. Mit Rang 3 stieg er im ersten Rennen auf der Corvette sensationell auf's Podest. Die GT3-Wertung gewann von Mentelen (Audi R8 GT3) vor Bender (Porsche 997 GT3). Der Gesamtsieg ging an Aeberhard auf seinem bärenstarken Turbo Porsche GT2 vor Winkelhock (Audi R9 LMS).
Rennen 2:
Hier zunächst das gleiche Bild wie in Rennen 1, jedoch konnte Gerd sich in direkter Schlagdistanz zu Jürgen Bender halten. Beisel konnte im weiteren Verlauf nochmal zulegen, kassierte Bender im letzten Renndrittel und fuhr die schnellste Rennrunde der GT3-Fahrzeuge. Damit war die Eingewöhnungsphase vorbei. Auf dem 2. Platz der Klassenwertung und Gesamtrang 4 sah er die Zielflagge.
SCC-Sprintrennen
Münch geht von Startplatz 2 seiner Klase in das 1. Rennen. Auf dem schnellen Kurs von Hockenheim klagt Gerhard über mangelnde Motorleistung und muss bereits in der Startphase einen Platz abgeben. Mit Platz 3 holt er dennoch einen weiteren Pokal in sein Regal.
Im 2. Rennen gelingt ihm das leider nicht mehr - mit Platz 4 fährt er knapp am Podest vorbei. Dabei hatte er das ganze Rennen über aussichtsreich mit Uwe Burk um Platz 3 gekämpft. Dies nutzte Roman Hoffmann um in der letzten Runde an die Kontrahenten heranzufahren, kassierte Münch eingangs Motodrom - der konterte mutig in der letzten Kurve und verteidigt seinen 4. Klassenrang.
Die Klassenwertung gewinnt in beiden Rennläufen Thorten Rüffer (Norma-Honda), der in Hockenheim nach der Divisionsmeisterschaft auch die Gesamtmeisterschaft der SCC für sich entscheidet. Nach 2008 und 2009 (Gerd Beisel auf Norma-Nissan) und 2010 (Mitch Mitländer auf Norma-Nissan) - beide rwt-racing - stellt zum 4. Mal in Folge ein Norma-Fahrer den SCC-Gesamtmeister. Wir gratulieren an dieser Stelle ganz herzlich.
Formel-Ford-Racing
Nach einer längeren Pause meldete rwt-racing mal wieder einen Formel Ford zu Rennläufen an. K. H. Jost belegt mit dem wunderschönen Reynard FF 2000 in den Classic-Rennen der FFR einen 8. bzw. 7 Platz in der 2-Liter Klasse.