Auf der Traditionsrennstrecke im königlichen Park von Monza geht mit dem 11. und 12. Lauf die SCC-Meisterschaft 2010 in die entscheidende Phase. Zudem wird das 5. und vorletzte Rennen der AvD 100-Meilen ausgetragen,
Nachdem Mitch Mitländer mit dem Norma-Nissan bisher in 10 Rennen 8 Laufsiege einfahren konnte ist für ihn in erster Linie Taktik angesagt. Wenn er unbeschadet in den letzten 4 Rennen punktet ist ihm, nach der Division 1-Wertung auch die Gesamtmeisterschaft nicht mehr zu nehmen - Laufsiege sind nicht mehr das vorrangige Ziel, sondern Meisterschaftspunkte.
Gerhard Münch steht nach wie vor auf einem gefestigten 3. Rang in der Division 2. Nach hinten, aber auch leider nach vorne hat er einiges an Luft - er muss wieder mit seiner Konstanz und der Zuverlässigkeit des Norma-Honda glänzen.
Nach dem Laufsieg in Dijon kommt Gerd Beisel als Führender der 100-Meilen Wertung nach Monza.
Qualifying SCC
Für Mitch bringt das Qualifying für das 1. Rennen die Pole-Position. Gerhard Münch holt sich Startplatz 3 in der Division 2.
Das Qualifying für das 2. Rennen stand am späten Freitag Nachmittag auf dem Programm. Kurz vor Beginn verdunkelte sich der Himmel, nicht nur aufgrund der Tageszeit, Regenwolken kündigten nichts Gutes an. Die Akteure warteten noch auf die Ampelfreigabe, da vielen die ersten Regentropfen - eine schnelle Runde auf Slick's könnte gerade noch gehen. Aber schon in der Anfahrtsrunde regnete es heftig. 3 der über 20 gestarteten Fahrer versuchten dennoch ihr Glück, darunter die rwt-Fahrer Mitländer und Münch. Zwar absolvierten sie den Eiertanz erfolgreich und ohne Schaden - die Rennleitung hatte jedoch richtigerweise die Show abgebrochen und das Training wurde annulliert. Das 2. Rennen wird nach Einlauf des 1. Rennens gestartet.
SCC 1. Rennen
Der heftige Regen dauerte die ganze Nacht und ließ erst gegen Samstagmittag etwas nach. Mitch führt als Polesetter das Feld auf regennasser Fahrbahn und auf Regenreifen in Richtung Startampel. Im Verlauf der ersten Runde verliert Mitch 3 Plätze und kämpft fortan um Rang 4. Gegen Rennende gibt er einen weiteren Platz an Andres Fiedler ab. Mit Rang 5 in der Division 1 holt er sich, besonnen taktisch die wichtigen Punkte im Meisterschaftsduell gegen Sven Barth. Die ersten Plätze gingen an Payr, Pfeifer und Küng.
Gerhard Münch liefert sich zu Beginn Positionskämpfe mit Schultis und Rüffer, muss aber trotz beherzter Fahrweise beide Konkurrenten ziehenlassen. Derweil war Sven Barth auf seinem Ligier dem Trio etwas enteilt. Thorster Rüffer fuhr mit seinem Norma-Honda den Abstand zu und holte sich in der 7. Runde die Führung der Division 2 und gab diese bis zur Zielflagge auch nicht mehr ab. Nach Barth wurde Schultis vor rwt-Pilot Münch Dritter.
SCC 2. Rennen
Der Regen hatte im Verlauf des Nachmittags sich endlich verabschiedet. Die Sonne trocknete die Strecke weitgehend ab - verbliebene feuchte Stellen können den Rennslick`s wenig anhaben.
Mitch gibt zu Beginn Feuer und fährt nach der ersten Runde auf Platz 3 und in der 4. Runde auf Platz 2 vor. PRC-Turbo Pilot Wolfgang Payr hatte bis dahin schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren - Mitch hat auf den Laufsieg keine reele Chance mehr und punktet mit Platz 2 kräftig - Taktik eben.
Die Division 2 Piloten Barth, Schultis, Münch und Neuling Sandro Bickl geben es sich am Start so richtig - heftige Zweikämpfe bestimmen bis Rennende das Geschehen. Münch beschwerte sich nach Rennende bei Rüffer wegen zwei harten Mänöver und über einige Blessuren an seinem Norma-Honda. Am Ende konnte Youngster Sandro Bickl seinen ersten Division 2 Sieg feiern, vor Rüffer, Barth und unserm Gerhard Münch.
Am Ende werden Punkte gezählt, die Gesamtwertung vor dem Saisonfinale in Hockenheim:
1. Mitch Mitländer, Norma-Nissan (Div. 1) 340 Punkte
2. Sven Barth, Ligier-Honda (Div. 2) 296 Punkte
3. Thorsten Rüffer, Norma-Honda (Div. 2) 253 Punkte
4. Gerhard Münch, Norma-Honda (Div. 2) 208 Punkte
5. Siegmar Pfeifer, PRC-BMW (Div. 1) 185 Punkte
Qualifying AvD 100-Meilen
Gerd Beisel stellt seinen Norma-Nissan überlegen auf die erste Startposition. Mit 1,2 Sekunden Rückstand folgt auf Lucchini-Nissan der Italiener Mauro Barisone.
AvD 100-Meilen Rennen
Gerd Beisel kann sich am Start gegen Barisone behaupten. Beflügelt von der heimatlichen Kulisse attakiert der Italiener in den ersten Runden heftig. Gegenüber den Spritrennen mit 10 Rennrunden waren für die 80-minütige Renndistanz mit Pflichtboxenstopp ca. 81 Runden vorherberechnet. Routinier Beisel nahm es gelassen und überlies für wenige Runden dem Italiener die Ehre des Führenden bevor er sich seine Position wieder holte. Derweil hatte Siegmar Pfeifer, der sich mit Payr den PRC-Turbo teilte, mit schnellen Runden aufgeschlossen. Barisone hatte sein Strohfeuer verbrannt und wurde von Pfeifer kassiert. Pfeifer hatte somit einen Logenplatz als in der 17. Runde sich der linke Hinterreifen von Beisel heftig verabschiedete. Nachdem für Gerd Beisel vor 2 Jahren, fasst an gleicher Stelle, ein Reifenplatzer mit einem Einschlag endete, konnte der rwt-Teamchef den Norma-Nissan in der Auslaufzone unbeschadet abstellen. Das Rennen war jedoch für Beisel beendet - die Meisterschaftsentscheidung bis Hockenheim aufgeschoben.