Qualifying
4. Startplatz für Gerd Beisel auf PRC Nissan, Haberkorn und Münch stellen ihre Norma-Hondas auf den 1. bzw. 2 Platz ihrer Division.
1. Rennen am Samstag
Die Traditionsrennstrecke in Monza stand noch reichlich unter Wasser als die Startampel das Rennen freigab. Noch in der ersten Runde drehte sich Beisel unter diesen widrigen Verhältnissen von der Strecke. Der Nissan V 6 wollte erst nach einigen Startversuchen seine Arbeit wieder aufnehmen, Beisel hetzte mit fast einer Runde Rückstand dem Feld hinter her.
Besser erging es Haberkorn, der souverän die im Qualifying errungene Führung seiner Division auch im Rennen umsetzte und einen ungefährdeten Klassensieg einfuhr. Dahinter hatte sich Gerhard Münch lange auf dem 2. Platz der Klasse bis 2 Liter Hubraum etablieren können. Erst kurz vor der Zielflagge musste er sich noch Matzinger beugen und kam auf Rang 3 ins Ziel.
Auch die übrigen Konkurrenten, einige verzichteten unter diesem Umständen sogar auf einen Start, hatten mit den äußeren Bedingungen ihre liebe Not. Daher wurde Beisel, trotz der am Anfang so aussichtslosen Lage, für seine Beharrlichkeit noch mit einem 3. Platz belohnt und kletterte auf das Podest.
2. Rennen am Samstag
Zum Nachmittagsrennen waren trockene Streckenverhältnisse zu verzeichnen. Die Startaufstellung resultierte aus dem Zieleinlauf des Vormittagsrennens. Beisel hatte zwar den 3. Startplatz seiner Division, musste aber bis zur Spitze des Feldes zunächst noch einige Fahrzeuge der kleinen Division kassieren. Am Ende blieb für Beisel Rang 4, kein Wunschergebnis aber im Hinblick auf die Ausgangsposition und die stark vertretene Divisionskonkurrenz akzeptabel.
Yvan Haberkorn konnte die Vormittagsvorstellung wiederholen und fährt mit dem Norma-Honda M 20 F einen weiteren Klassensieg ein. Erfreulicherweise kann Münch diesmal den 2. Platz hinter Haberkorn geschickt taktierend halten und vervollständigt die gute RWT-Bilanz.
AvD 100 Meilen am Sonntag
Beisel und Haberkorn hatten auch in Monza den Norma-Honda für das 100-Meilen Rennen gemeldet. Insgesamt 8 Sportprototypen ergänzten diesmal das etablierte 100-Meilen Starterfeld. Mit einem 5. Startplatz im Gesamtfeld war man daher auch zufrieden, zumal man damit auch die Klassenwertung anführte.
Haberkorn machte als Startfahrer einen zuverlässigen Job und übergab nach ca. 45 Rennminuten auf gesamt Rang 3 liegend an Beisel. Der konnte sofort am die Rundenzeiten anknüpfen bis aber nach wenigen Runden eine defekte Zündspule zur Rennaufgabe zwang.
Meisterschaftssituation
In Monza wurden die Finalläufe zur Internationalen Österreichischen Sportprototypen-Staatsmeisterschaft (OEM) ausgetragen.
In der Division 1 (bis 2 Liter Hubraum) ging der Titel, nach dem Ausfall von Haberkorn, bereits in Most an den Österreicher Matzinger. Haberkorn holte sich mit dem Doppelsieg in Monza den Vizemeistertitel, gefolgt von Gerhard Münch auf Platz 3.
In der großen Division sicherte sich Gerd Beisel auf PRC-Nissan in Monza den Titel vor PRC-Werksfahrer Payr. Dem Internationalen Sportprototypen Pokalsieger der OSK 2007 Gerd Beisel kann gratuliert werden.
In der SCC-Meisterschaft fällt die Entscheidung in beiden Divisionen erst bei den Finalläufen in Hockenheim. Beisel hat mit seinem Punktevorsprung die besten Voraussetzungen in Hockenheim auch die SCC-Wertung für sich entscheiden zu können.
Haberkorn ist durch seine Monza-Resultate noch einmal auf Schlagdistanz an den Divisionsführenden Matzinger herangekommen. Gerhard Münch hat Rang 3 sicher und kann in Hockenheim zur Kür antreten. Für Spannung zum Saisonfinale ist jedenfalls ausreichend gesorgt.