Traditionell wird das vorletzte Rennwochenende der SCC auf der GP-Strecke im königlichen Park zu Monza ausgetragen. Verbunden mit der besonderen Atmosphäre wird gleichzeitig den Teilnehmern das nahende Saisonende bewusst. Die Zielsetzungen der RWT-Piloten sind klar auf die Meisterschaftswertungen fokusiert.
Im Hinblick auf den Stand in der Meisterschaftswertung bedeutet dies für Gerd Beisel: Überzeugende Leistung in Monza um beim Saisonfinale in Hockenheim die Meisterschaftsentscheidung herbeizuführen. Nach den starken Leistungen von Gerhard Münch in den letzten Rennen gilt es den 3. Rang in der Division 2 zu festigen und die Möglichkeit, hinter dem Norma Markenkollegen T. Rüffer noch auf Rang 2 vorzufahren, offenzuhalten.
Qualifying
Jeweils Pole für Gerd Beisel mit seinem Norma-Nissan untermauern seine Zielsetzung.
In der Division 2 sichert sich Gerhard Münch für das erste Rennen Startplatz 2 und für das zweite Rennen leider nur Startplatz 5.
Rennen 1
Der in der Nacht einsetzende Regen ging am Vormittag in leichten Nieselregen über, der auch bis zum Rennstart nicht ganz aufhörte.
Das Rennen musste mit Regenreifen begonnen werden, auch wenn im Rennverlauf eine abtrocknende Strecke die Bedingungen für diese Reifenwahl kritisch machen könnte.
Im Hinblick auf die Zielsetzung (und auch im Rückblick auf die diesjährigen Startkollisionen) versuchte Beisel das Risiko in der Startrunde zu kalkulieren und ging sein Rennen verhalten an. In der Folge verlor er in der ersten Runde einige Plätze. Unter den kritischen Bedingugen konnte er im Rennverlauf einigen Boden wieder gutmachen und erkämpfte sich kurz vor der Zielflagge Platz 2 hinter der Meisterschaftskonkurrentin Sabrina Hungerbühler.
Auch Gerhard Münch verlor zunächst in der Startrunde einen Platz. Er kam aber mit den Bedingungen schnell zurecht. Kurzfristig übernahm er die Spitze in der Division 2 bevor er jedoch den Markenkollegen Rüffer ziehen lassen musste. Gegen Rennende liesen seine Reifen nach. Im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern konnte er die abtrocknende Strecke nicht in schnellere Rundenzeiten umsetzen und verlor bis ins Ziel zwei weitere Plätze. Mit Platz 4 rutschte er knapp am Podest vorbei.
Rennen 2
Im Nachmittagsrennen war die Strecke trocken. Gerd Beisel verlor zwar nach dem Start die erste Kurve an Hungerbühler, holte sich die Führung bereits in der ersten Runde wieder zurück. In der Parabolica ging er außen herum an der PRC-Pilotin vorbei und behielt die Führung bis in das Ziel - der 8. Laufsieg in dieser Saison war damit perfekt.
Nach einer guten Anfangsphase kämpfte Gerhard Münch in der Division 2 um den zweiten Rang. Am Ende kam er knapp hinter dem Österreicher Groer auf Platz 3 über die Ziellinie. Der Divisionssieg ging an T. Rüffer, der damit mit seinem Norma-Honda vorzeitig die Meisterschaftswertung in dieser Klasse gewinnt.
Ausblick Saisonfinale
Mit 331 zu 330 Punkten gehen die Meisterschaftsanwärter Hungerbühler und Beisel zum Saisonfinale nach Hockennheim. Auf Platz 3 in der Gesamtwertung folgt der Division 2 Pilot Rüffer mit 324 Punkten. RWT-Fahrer Gerhard Münch ist in der Division 2 mit 209 Punkten Mirco Schultis (228 Punkte - derzeit Rang 2) auf den Fersen. Spannung pur in Hockenheim...