Erwartungen zum Saisonauftakt:
Der SCC-Champion der letzten Jahre Gerd Beisel beschränkt sein Rennengagement zum Saisonauftakt zunächt auf die AvD-100 Meilen Rennen mit dem Ziel, auch auf längeren Renndistanzen sein und das Leistungsvermögen seines Norma-Nissan unter Beweis zu stellen.
Mitch Mitländer will mit der moralischen Unterstützung der Fernsehberichtserstattung in Sport 1 den SCC-Meistertitel wieder in das RWT-Racing Team holen.
Gerhard Münch hat über die Winterpause viel an sich und an seinem Norma-Honda gearbeitet. Entsprechend seine Zielsetzung: In der SCC-Division 2 wieder ganz vorne mitmischen.
Qualifying SCC:
Im Qualifying zu Rennen 1 musste sich Mitch Mitländer noch mit Rang 2 zufrieden geben. Das Schaltgestänge zickte und er musste nach wenigen Runden das Zeittraining an der Box vorzeitig beenden. Im Qualifying zu Rennen 2 holte er mit einer halben Sekunde Vorsprung die Pole.
Gerhard Münch stellte den Norma-Honda in der Division 2 jeweils auf den 4. Startplatz.
Rennen 1 SCC:
Direkt am Start beschleunigt Mitch seine Konkurrenten aus und übernimmt noch vor der ersten Kurve die Gesamtführung. Engagiert aber kontrolliert setzt er sich nach und nach vom Feld ab. Lediglich Ligier-Pilot Sven Barth kann noch einigermaßen folgen. Mit 10 Sekungen Vorsprung auf Barth holt Mitch seinen ersten Sieg in der SCC auf dem Norma-Nissan des Sport 1 RWT-Racing Teams.
Gerhard Münch fährt ebenfalls ein starkes Rennen. Auf Gesamtrang 5 und als Dritter der Division 2 steigt er ebenfalls auf das Podest.
Rennen 2 SCC:
Von der Pole führt Mitch das Feld aus der Einführungsrunde zum fliegenden Start auf die Startampel zu. Die Ampel springt auf grün und gibt den Start frei. Der Rennverlauf erwies sich als Abziehbild von Rennen 1. Auch die im Rennverlauf anstehenden Überrundungen, das eine oder andere Mal schon eine heikle Angelegenheit, meisterte Mitch konzentriert und fuhr zum Saisonauftakt auf der GP-Strecke in der Eifel einen Doppelsieg ein. Sven Barth und Wolfgang Payr vervollständigten das Podest.
Gerhard Münch duellierte sich über die komplette Renndauer im vorderen Drittel des Gesamtfeldes mit den PS-stärkeren Division 1 Fahrzeugen und musste dadurch die Spitze seiner Klasse etwas ziehen lassen. Wiederum mit Rang 3 in der 2-Liter Division konnte er zufrieden den Heimweg aus der Eifel in den heimischen Odenwald antreten.
Die Berichterstattung auf Sport 1 zu den SCC-Rennen auf dem Nürburgring erfolgt im Rahmen der Sendung "Motodrom" am Mittwoch den 12.05.2010.
Qualifying 100-Meilen:
Nachdem nun das Wetter, trotz übler Prognosen, das Wochenende über einigermaßen gehalten hatte, setzte nun kurz vor dem Zeittraining am frühen Sonntagmorgen der Regen ein. Auf richtig nasser Rennstrecke stellt der RWT-Teamchef Gerd Beisel seinen Norma-Nissan in der zweiten Runde an die Streckenbegrenzung. Das Resultat: Ungewohnt weit hinten in der Startaufstellung und für die Mechaniker einige Karosseriearbeiten.
100-Meilen Rennen:
In einem Gesamtstarterfeld von 50 Rennfahrzeugen sollte man mit einem Sportprototypen, insbesondere bei den zu überholenden GT-Fahrzeugen und Tourenwagen, bedacht zur Sache gehen. Dies befolgte der Routinier und pflügte dennoch erstaunlich rasch durch das Feld. In der ersten Runde machte Gerd Beisel 8 Plätze gut und kam als 14. zur 2. Runde über die Ziellinie. Platz für Platz ging es weiter nach vorne - bis zum planmäßigen Boxenstopp nach der 22. Runde hatte Beisel die Gesamtführung herausgefahren. Nach einem perfekten Pflichtboxenstopp wurde das Rennen an der Spitze fortgesetzt - und dann kam er, der heftige Regen. Binnen Sekunden stand die Strecke unter Wasser und Gerd kam an die Box um sich die Regenreifen abzuholen. Diese funktionierten dann nicht optimal, zudem ist die Sicht in einem offenen Sportwagen bei diesen Verhältnissen gleich null. Gerd gab die Gesamtführung im weiteren Verlauf ab und begnügte sich mit dem Sieg in der Sportwagenwertung.