Vorstart
Nach langjähriger Abstinenz war wieder ein Rennwochenende auf dem A 1-Ring, jetzt Red Bull Ring, in der Steiermark angesagt. Neben dem neuen Namen erhielt die Rennstrecke eine imposante Boxenanlage. Während die Zuschauer auf dem Boxendach im Loungestil das Renngeschehen beobachten, sollte das neue Ambiente den Akteuren auf der Rennstrecke Flügel verleihen.
Neben Teamchef Gerd Beisel, der sich im Norma-Nissan mit Vorjahresmeister Mitch Mitländer beim AvD-100 Meilen Rennen das Cockpit teilte, ging Gerhard Münch bei den SCC-Sprintrennen für das rwt-Team an den Start.
SCC-Rennen 1
Mit Startplatz 5 in seiner Klasse war Gerhard Münch sicherlich nicht zufrieden. Auch wenn auf diesem Streckenlayout Motorleistung eine wesentliche Rolle spielt hätte im Qualifying mehr drin sein müssen.
Mit einem guten Start machte Münch sein Versäumnis sofort wieder wett und fährt bis zur ersten Kurve 2 Plätze vor. Rang 3 konnte er bis zur Zielflagge sicher halten und sichert sich einen Podestplatz in der 2-Liter Klasse.
SCC Rennen 2
Unmittelbar vor dem Start ging ein heftiger Gewitterregen auf die Strecke nieder. Nach kurzer Zeitverzögerung und der Umrüstung auf die neuen Streckenverhältnisse wurde das Rennen zunächst hinter dem Safety-Car als "wet-race" gestartet. Bereits nach einer Runde wurde das Rennen endgültig freigegeben. Mutig nimmt Gerhard Münch das Rennen auf und mischt in der Spitzengruppe des Gesamtfeldes kräftig mit. In der 3. Runde muss er einen herben Rückschlag hinnehmen - bei "full-speed" schwimmt der Rennwagen auf der Geraden auf und dreht sich von der Strecke. Zwar stirbt der Motor ab, einen Einschlag kann er jedoch verhindern. Mit einer Minute Rückstand hetzt er fortan dem Feld hinterher. Bis Rennende kann er beherzt einige Positionen gutmachen und holt noch Rang 4 in seiner Divisionswertung.
AvD 100-Meilen Rennen
Beisel/Mitländer holten im Qualifying mit dem Norma-Nissan die Pole.
Im Rennen übernimmt Gerd Beisel den ersten Stint und führt das Gesamtfeld nach der Startfreigabe souverän an. Nach 25 Runden kommt Beisel zum planmäßigen Boxenstopp und übergibt an Mitch Mitländer. Nach wenigen Runden hatte das rwt-Team jedoch Pech - Mitländer kommt mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit die Zielgerade herauf und eine Runde später unplanmäßig in die Boxengasse. Durch einen Schraubenbruch am Schaltgestänge blieb der 2. Gang im Getriebe stecken. Zwar konnte das Schaltgestänge mit einer neuen Schraube fixiert werden, die Reparatur am "heißen" Norma brachten jedoch 4 Runden Rückstand auf die Spitze und eine Brandblase bei Mechaniker Toni. Mit stabilen Rundenzeiten ging Mitch auf die Aufholjagd - am Ende fehlten 4,3 Sekunden auf Gesamtrang 3 und auf das Podest.